Return to China – Tag 10 (02.05.19) – Abreise

Tja, heute ist es wieder soweit. Koffer packen und den Heimweg antreten. Da mein Flug erst um Mitternacht geht, können wir den Tag noch mit irgendwas zubringen. Joan will mich zum Flughafen begleiten und über Nacht eventuell bei ihren Eltern in Shanghai bleiben.

Nur was fängt man an mit so einem halben Tag? Da wir das Apartment zum Mittag räumen müssen, packen wir den Rest zusammen und machen uns auf den Weg zum Apartment meiner Freundin, wo wir den Koffer zwischenlagern werden.

Im Anschluss gehen wir noch zu einer kleinen Mall, wo ich noch ein paar typische chinesische Snacks einkaufe. Auch sehen wir ein Regal mit deutschen Produkten. Die Preise haben es in sich!

Im gleichen Zug essen wir ein spätes Mittagessen. Als die Sonne tief steht (in Suzhou wie auch in Shanghai ist das ganze Jahr über gegen 18 Uhr Sonnenuntergang) machen wir uns langsam auf zum Bahnhof. Ich habe den ganzen Tag über schon so einen Knoten im Bauch und wenn ich Joan ansehe, weiß ich, dass es ihr genau so geht.

Ein letztes Mal gemeinsam aufstehen, ein letztes Mal zusammen essen, das letzte Mal zusammen im Zug sitzen. All dies lässt einen doch irgendwie melancholisch werden. In diesem Moment weiß ich noch nicht, dass es für den, der zurückbleibt irgendwie noch schwerer ist. Das wird mir erst nach unserem Sommerurlaub bewusst werden.

Auf der Zugfahrt nach Shanghai sitzen wir leider nicht nebeneinander und in Shanghai in der U-Bahn reden wir auch irgendwie nicht viel. Joan begleitet mich noch bis in den Flughafen, muss dann aber auch bei Zeiten kehrt machen und zurück zur U-Bahn, damit sie noch vor Mitternacht bei ihren Eltern ankommt.

Gegen 10 Uhr abends gehe ich noch in ein ansässiges Nudelrestaurant, ein letztes chinesisches Essen einnehmen, bevor es zurück in den Alltag geht.

Der Rückflug, bzw. einige der Mitreisenden, waren so denkwürdig, dass ich noch während des Fluges meine Gedanken hierzu niederschrieb.

Schon beim Einsteigen gibt es die erste Anekdote zu berichten. Kurz nachdem ich meinen Platz eingenommen hatte, kam eine deutsche Familie laut polternd den Gang entlang. „Ah, die machen so ein Spaßreise!“ trompetete die Mutter, während sie mit dem Finger auf meine chinesischen Sitznachbarn deutet. „Deswegen ist es hier so voll. Seht, die haben alle solche Abzeichen an“.

Mit dem Ausdruck „Spaßreise“ hebt sie natürlich ihre eigene Reise, vermutlich über einen atmosfair Ablass Brief CO2 neutralisiert, moralisch auf ein völlig anderes Niveau!

Die zweite Auffälligkeit ist das Paar auf dem Sitz links von mir. Die Frisur im Partnerlook mit Dutt, kurze Hosen, T-Shirt. Er trägt den obligatorischen Holzfäller Bart der Marke „seht mich an, ich bin ein echter Mann!“. In der Realität wird er wahrscheinlich nicht mal einen Nagel gerade in die Wand bekommen. Sie liegt gelangweilt mit dem Kopf auf seiner Schulter, während er ihr mit der Sicherheitskarte frische Luft zufächelt. Die Klimaanlage läuft überdies bereits. Noch vor dem Start macht er sich über das Bordentertainment System her. Leider ist unter den gut 100 Filmtiteln nichts für ihn dabei, was er auch lautstark kund tut: “Nur Scheiße!“. Als nächstes macht er die Fernbedienung am Sitzplatz seiner Freundin kaputt und ebenfalls seine Sitzlehnenverstellung. „Alles Schrott!“

Als es dann schließlich was zum Essen gibt, erst nein, dann doch, dann reagiert der Steward nicht ausreichend schnell „ein Scheißdreck“. So zieht es sich dann den ganzen Flug hin. Erstaunlich nur, dass er sich mindestens drei Filme reinzieht, obwohl ja nur Schrott dabei ist.

Ich denke an meinen ersten Langstreckenflug zurück, im Dezember 1993 mit meinen Eltern nach Thailand. Usbekistan Airways, mit Zwischenstop in Taschkent. Es gab gar keinen Film und das Radio war kaputt.

Return to China – Tag 9 (01.05.19)

Heute ist Joans erster Ferientag und zugleich mein letzter Tag in Suzhou. Morgen Nachmittag müssen wir uns schon wieder aufmachen nach Shanghai, damit ich mein Flugzeug um Mitternacht erwische.

Da es jedes Mal ein blödes Gefühl ist, Abschied zu nehmen, machen wir einen Ausflug zum Shu-Hu-See, wo ich bereits am Anfang des Urlaubs war. Auf dem Weg dorthin kommen wir an Joans Uni vorbei, doch der Wachmann lässt uns nicht ein. Wir besichtigen die Kirche und wandern ein wenig umher. Auch mache ich ein paar Fotos um den letzten Film zu füllen.

Wir haben strahlenden Sonnenschein und einen blauen Himmel an meinem letzten Tag.

Im Anschluss geht es zum Abendessen in ein etwas nobleres Restaurant, wo Joan von Zeit zu Zeit mit ihrer Tante hingeht.

Als es dunkel wird, machen wir uns auf den Weg zurück und kommen an einem anderen Gate der Uni vorbei, wo wir einfach hineingehen, als würden wir dazu gehören. Niemand behelligt uns und Joan zeigt mir, wo sie studiert hat. Mir bleibt trotzdem ein etwas mulmiges Gefühl, da ich nicht weiß was passieren würde, sollte uns jemand erwischen und oder zu unserer Anwesenheit hier befragen. Meine Freundin ist ziemlich ungerührt was das angeht und sie zeigt mir in Seelenruhe alle Räumlichkeiten in dem Teil der Uni, wo sie lange Jahre studierte.

Wir verlassen das Gelände wieder und machen uns auf den Heimweg.

Return to China – Tag 8 (30.04.19)

Tag 8 – 30.04.19

Heute geht es leider schon langsam ans zusammenräumen und die ersten Vorbereitungen für die Heimreise am Donnerstag treffen. Leider habe ich, als ich die Tickets gekauft habe, so lange auf meine Fluege.de Kreditkarte (mit der man ja gut 50€ pro Reise spart) gewartet, dass die Preise für meinen Wunschtermin sich mal eben verdoppelt haben. Daher habe ich dann meinen Urlaub unplanmäßig zwei Tage verkürzen müssen.

Nachdem ich meinen Schatz auf die Arbeit gebracht habe, fange ich an, die letzten Tage des Tagebuchs nachzuschreiben. Irgendwie bin ich nicht so wirklich dazu gekommen. Auch möchte ich meine Gedanken noch Revue passieren lassen.

Heute Mittag findet von Joans Schule aus, ein Meeting an einem öffentlichen Platz statt. Da ich dort dabei sein kann, will ich dies auch tun. Ich werde zwar kaum ein Wort verstehen, aber zum einen will ich mein Chinesisch Verständnis verbessern, zum anderen will ich natürlich jede mögliche Zeit mit meiner Freundin verbringen.

Was ich heute auch erledigen möchte, ist die grobe Vorplanung für unseren Sommerurlaub zu machen.

Denn so toll wie es auch ist, jeden Tag Videochat zu machen, nichts geht über ein Gespräch Face-to-Face. Ich bereite heute Morgen also schon mal einige Punkte vor und dann gehen wir es heute Abend noch einmal durch und am Freitag kann ich dann von zu Hause aus, die Buchungen durchführen.

Heute Abend gehen wir spontan durch den Altstadtbereich, wo wir im Januar für ein paar Tage gewohnt haben und besuchen unser Lieblingsrestaurant dort. Auch kaufe ich für meine Oma ein paar Ansichtskarten und ein paar Kühlschrankmagnete.

Return to China – Tag 7 (29.04.19)

Tag 7 – 29.04.19

Langsam sickert die Gewissheit durch, dass auch dieser Urlaub bald zu Ende sein wird. ☹ Wir stehen morgens wie gewohnt auf und ich bringe Joan zur Arbeit.

Mein Rücken fängt, kaum bin ich zurück, wie es die ganze Woche schon geht, mit dem Brennen an, sodass ich mich noch einmal in die Heia werfe.

Auf einmal werde ich von einem prasselnden Geräusch geweckt. Liquid Sunshine in Suzhou. Und zwar dermaßen stark, dass ich keinen Drang verspüre, dass Haus zu verlassen. Auch hört der Regen den ganzen Tag nicht auf, oder wird wenigstens schwächer. Eigentlich wollte ich die große Hose einmal besuchen, doch das werde ich auf meinen nächsten Aufenthalt hier verschieben müssen.

Ich verdinge mir also den Tag zu Hause, lerne Chinesisch, schreibe am Blog und fiebere 17 Uhr entgegen, wenn ich endlich Joan von der Arbeit abholen kann.

Nachdem sie Feierabend hat, gehen wir in eines unserer Lieblingslokale essen. Anschließend laufen wir von da zu ihrem Apartment, wo wir noch etwas Kleidung für einen offizielleren Anlass morgen Nachmittag holen müssen. Vor dem Apartmentkomplex sitzt eine Frau am Straßenrand und verkauft Ananas.

Joan fragt nach dem Preis und das ist der Punkt, wo mir der Atem stockt. 15 Yuan für 2 Stück. Gestern in dem Laden waren für eine der gleichen Größe 45 Yuan aufgerufen worden. Also machen wir uns bepackt mit zwei Ananas auf den Weg nach Hause.

Return to China – Tag 6 (28.04.19)

Tag 6 – 28.05.19

Heute Morgen begleite ich Joan zur Arbeit und mache mich dann wieder zurück nach Hause, wo ich mich noch einmal ein wenig hinlege. Mein Rücken ist in den letzten Tagen aufgrund des harten B(r)ettes, und/oder der ausgesessenen Couch zu meiner persönlichen kleinen Vorhölle geworden.

Da ich mich nun seit zwei Tagen mit Ibuprofen durchgeschleppt habe, versuche ich es heute einmal ruhig angehen zu lassen. Ich frühstücke noch etwas und schaue ein wenig Youtube über VPN. Schließlich sehe ich ein, dass mein Rücken nachhaltig nur besser werden kann, wenn ich mich bewege. Also packe ich schließlich meinen Rucksack und mache mich auf den Weg in einen der angrenzenden Parks.

In die folgende Galerie haben sie sogar zwei digitale Fotos hinein verirrt. Ich bin nach wie vor von der Qualität des Silbersalz Films begeistert.

Das Wetter ist leider wie die ganze Woche schon eher suboptimal, bewölkt und ein wenig nieselt es von Zeit zu Zeit. Mein Rücken freut sich allerdings ob der Bewegung und zeigt dies dann auch durch zumindest temporäre Schmerzfreiheit. In Joans Schule ist derweil heute kein regulärer Unterricht, sondern eine Feier für die 14-jährigen Schüler. Vermutlich so etwas wie die Jugendweihe, wie sie in der ehemaligen DDR gefeiert wurde.

Da sich die Festivität etwas länger hinzieht, verdinge ich mir die Zeit im Park. Dort treffe ich auf mehrere Menschen, die sich der körperlichen Ertüchtigung hingeben und eine Art Yoga oder an Kampfsport angelehnte Atemübungen durchführen. Zwischen baumhohen Bambushecken schlängeln sich steinerne Pfade durch den Park. Mittendrin ist plötzlich ein gut 3m hoher Felsen zu sehen, wie wir ihn schon aus den Gärten, die wir besucht haben, kennen. Daneben steht ein Mann und meditiert. Ich will ihn nicht stören, doch als ich später wiederkomme, um das Ganze zu fotografieren steht er immer noch da. Also begnüge ich mich mit einem Foto ohne Mann und gehe weiter.

Die folgende Galerie zeigt einige Eindrücke aus der riesigen Parkanlage. Da ich in der Olympus noch einen Tungsten Film geladen hatte, gibt es hier zwei Unterschiedliche Farbtemperaturen. Da mir aber der individuelle Look der Bilder wichtig war, habe ich dies so belassen.

Neben dem „Bambuspark“, wie ich das andere Areal genannt habe, befindet sich eine wunderschöne Altstadt-Anlage, welche gerade neu gestaltet wurde, bzw. noch immer gestaltet wird.

Nachdem Joan endlich Feierabend hat, gehen wir in ein Restaurant, was uns von ihrer Kollegin empfohlen wurde. Heute essen wir Nudeln und Suppe. Wirklich herausragend, wenn auch nicht ganz günstig. Für die zwei Nudelportionen werden immerhin gute 100 Yuan fällig.

Im Anschluss spazieren wir noch durch den Park und machen uns dann mit einem kleinen Umweg über einen Einkaufsladen und einen sauteuren Obstladen, auf den Heimweg. Die Sache mit dem Obstladen wurmt meine Joan sehr. Lassen wir dort für eine Ananas und zwei Kilo Äpfel doch 90 Yuan, umgerechnet 11 Euro. Mir kommt es zuerst nicht zu teuer vor, bin ich doch die Preise in Deutschland mit 3€ pro Kilo Äpfel gewohnt und 4€ für eine Ananas sind jetzt auch nicht wirklich Mondpreise in DE. Aber in China, wo viele Menschen von vielleicht 1000 Yuan im Monat leben müssen, unbezahlbar. Richtig bewusst wird mir der dreiste Preis aber erst morgen, wenn wir Ananas bei einer Straßenhändlerin bei Ihrem Apartment kaufen werden.

Zu Hause angekommen sehen wir noch einen Film und gehen dann ins Bett.

Return to China – Tag 5 (27.04.19)

Tag 5 – 27.04.19

Heute hat auch Joan ihren freien Tag. Als Lehrerin hat sie üblicherweise die Wochenenden frei, aber das Feriensystem in China funktioniert etwas anders als in Deutschland. Vom 01.05. – 04.05. hat sie kurze Ferien, dafür wird das Wochenende davor durchgearbeitet und am Sonntag, den 05.05. muss sie ebenfalls arbeiten. So sind dann zwar vier Tage „Ferien“, aber unter dem Strich geht sich das null auf null aus. Ursprünglich war für heute eine Veranstaltung geplant, diese ist jedoch auf Juni verschoben worden, sodass sie kurzfristig frei hat.

Also steht der obligatorische Familienbesuch bei ihren Eltern heute auf dem Programm. Ihre Schwester ist außerdem auch nach Shanghai gekommen, da ihre Mutter vor kurzem eine OP hatte und erst am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Wir beginnen den Tag recht entspannt mit Ausschlafen und ein wenig faulenzen. Nach einem späten Frühstück nehmen wir uns sogar noch die Zeit ein kleines Mittagessen zu kochen.

Ein Arbeitskollege hat mir zwei selbstgemachte Salami mitgegeben, eine davon essen wir zum Frühstück, die andere wird Bestandteil unseres Mittagessens. Wir kochen Reis, dazu gibt’s Tofu aus dem Carepaket von Joans Schwester, besagte Wurst und als gesunde Beilage noch eine längliche Melone. Nach dem Essen packen wir unsere restlichen Siebensachen und machen uns auf dem Weg zum Zug nach Shanghai.

Nach einem planmäßigen Besuch beim Zahnarzt und der obligatorischen Stunde in der U-Bahn, gehen wir zum Haus von Joans Eltern, wo wir schon freudig erwartet werden. Ich habe aus Deutschland einen ganzen Berg an Nahrungsergänzungen, Milch und Medis für die Kinder von Joans Schwester mitgebracht, siehe die halbe Apotheke, die ich mitgeschleppt hatte.

Außerdem noch zwei Flaschen Rotwein aus der Region für ihren Vater. Wein wird im Chinesischen wie Neun (Jiu) ausgesprochen, welche eine Glückszahl ist. Außerdem ähnelt das Symbol des Weins, dem Symbol für „für Immer“ und Rot ist ebenfalls eine Glücksfarbe.

Somit ist Rotwein der Inbegriff von ewigem Glück und soll als Geschenk meine Verbundenheit und meine Absichten repräsentieren. Als i-Tüpfelchen ist der Wein auch noch mit 89% prämiert worden, sodass eine große 89 darauf prangt, was ebenfalls eine sehr positive Bedeutung innehat.

Mehr dazu werde ich in einem separaten Blogartikel über die Dos and Don’ts für Geschenke aufarbeiten.

Es sei nur soviel vorab gesagt: Wenn man einem Deutschen Parfum schenkt, ist da das Geschmäckle für den Beschenkten dabei, dass vielleicht sein Körpergeruch nicht immer so der Beste ist.

Das absolute No-Go für einen Chinesen wäre eine am Besten weiße Wanduhr mit schwarzen Zeigern in einer weißen Geschenkverpackung. Die weiße Verpackung symbolisiert Trauer und wird zu Beerdigungen verwendet. Die Uhr sagt soviel wie, schau nur auf die Uhr, denn deine Zeit läuft bald ab!

Zurück in der Realität zaubert Joans Vater ein ausgesprochen leckeres Abendessen. Außerdem spiele ich ein wenig mit meiner Nichte in Spe, die sich vor lauter „Uncle, Uncle“ kaum mehr einkriegt. Am Abend machen wir uns dann auf den Weg zurück nach Suzhou, denn Joan muss morgen schon wieder an die Arbeit.

Return to China – Tag 4 (26.04.19)

Tag 4 – 26.04.19

Heute ist Freitag und Joan muss freitags immer bereits um 7 Uhr auf der Arbeit sein, da sie dort am Schultor stehen und die Schüler begrüßen darf. Was bedeutet wir stehen um 06:30 Uhr auf und dann geht es im Turbogang durch das Badezimmer in die Klamotten und gogo.

Nachdem ich sie an der Schule abgesetzt habe, kehre ich nach Hause zurück und kümmere mich um den Haushalt. Wäsche waschen, putzen, aufräumen und nebenbei noch ein wenig Chinesisch lernen.

Außerdem macht mir mein Rücken arg zu schaffen. Das „gesunde“ steinharte chinesische Bett fordert seinen Tribut.

Da das Wetter eher suboptimal ist und dazu noch kühl, beschließe ich heute einmal einen Ruhetag einzulegen und mich vornehmlich um die Themen Haushalt, Essen und Sprache lernen zu kümmern.

Zum Frühstück gibt es wieder einen Apfel und einen Durian-Cake. Die Durian, auch abfällig Stinkfrucht genannt, ist ein sehr aromatisch riechendes, wohlschmeckendes Gewächs, welches die Größe einer Wassermelone mit der Stacheligkeit eines Igels und dem Geruch eines Iltisses vereint. Allerdings ist sie eines von vielen Nahrungsmitteln in China, die aufgrund des Geruchs zuerst einmal eine abschreckende Wirkung haben, sich geschmacklich aber von einer anderen Seite zeigen.

Zum Mittag wollte ich mir ein paar Dumplings machen, aber ich hatte gestern keinen Reis, sodass es mir zuerst danach gelüstet. Ich koche eine Portion Reis und haue etwas von der in der Küche befindlichen Soja Sauce dran, fertig ist die Zwischenmahlzeit. Zum „richtigen“ Mittagessen mache ich mir wie vorgenommen ein paar Dumplings, denn heute Abend gehen wir wieder lecker essen.

Als Jiajia Feierabend hat, gehen wir ins Suzhou Olympic Sports Center (SOSC) lecker Hotpot essen. Schwer gesättigt machen wir uns auf den Weg in Jiajias Apartment, denn wir brauchen für morgen noch einige Dinge, da wir ihre Eltern und Schwester besuchen werden.

Return to China – Tag 3 (25.04.19)

Um 07:00 heißt es aufstehen und fertig machen. Ich bringe Joan zur Arbeit und kehre nach Hause zurück.

Im Anschluss mache ich das bisschen Haushalt und schnappe mir die XD7 und alles was man sonst so benötigt und mache mich auf den Weg. Heute will ich den Shu Hu See besuchen!

Das Ufer des Shu Hu Sees ist weitläufig begrünt. Das Areal mit der grünen Markierung links, habe ich ausgiebig erforscht.

Der See ist zwar fußläufig zu erreichen, allerdings habe ich den Bereich um unser Apartment ja bereits gestern erforscht. Daher gehe ich zur nahegelegenen Bushaltestelle und warte auf den Bus. Joan ist wie immer, wenn ich allein in China unterwegs bin, sehr besorgt. Ich soll ein Foto der Haltestelle schicken, damit sie sehen kann, dass alles ok ist und ich den richtigen Bus nehme. Sie ist einfach eine Seele von Mensch und ich hoffe, dass ich ihr in Deutschland die gleiche Sicherheit geben kann, wie sie mir in China!

Nach einiger Wartezeit besteige ich unter den interessierten Blicken des Busfahrers und der restlichen Fahrgäste den Bus. Es ist in China anscheinend nicht die Regel, dass Ausländer mit dem Bus fahren. Dabei ist das gar nicht schlimm, sondern sehr komfortabel. Mittels Baidu Maps kann man von seinem Standort an jeden Ort auf der Karte tippen, das Bussymbol auswählen und die App zeigt einem den Weg zur Haltestelle, die Buslinie, von wann bis wann der Bus fährt, den Fahrpreis und so weiter… Hierzu werden allerdings zumindest rudimentäre Kenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift vorausgesetzt, wie man sie mittels einer App wie Duolingo spielend erlernen kann.

Die Ansagen der Haltestellen sind ausnahmslos auf Chinesisch, was aber auch nichts macht, da in der App alle Haltestellen eingezeichnet sind und man somit nur mitzählen muss. Weiterhin sieht man sein Symbol auf der Karte und weiß somit auch, wann es Zeit zum Aussteigen ist.

Die Menschen im Bus haben mir, zumindest war das mein Gefühl, sehr anerkennend zugenickt, als ich den Bus zielgerichtet verlassen habe.

Grundsätzlich sind die Chinesen ein überaus freundliches Volk. Immer wieder werde ich auf der Straße von fremden Menschen angesprochen und wenn ich sie auf chinesisch Grüße sind sie immer total begeistert.

Angekommen am Shu Hu See packe ich meine Kamera aus und fange an, ein paar Aufnahmen zu machen. Joan erzählt mir außerdem, dass dort eine Kirche steht und diese immer sehr beliebt für Hochzeitspaare ist. Während ich also so durch die angrenzenden Wälder streife überlege ich mir, ob sie sich vielleicht auch wünscht, in Zukunft hier die Hochzeitsbilder zu machen.

Wie ich also da entlang wandere, entdecke ich plötzlich zwischen den Bäumen ein Teleobjektiv nebst Kamera und Fotograf auftauchen und hinter dem nächsten Busch schon ein Brautpaar für die romantischen Fotos.

Da ich selbst auch schon auf Hochzeiten fotografiert habe, weiß ich zumindest im Ansatz, wie schwierig es sein kann, diese Bilder ordentlich hinzubekommen. In Suzhou ist es derzeit ziemlich schwül warm, Das Hochzeitskleid ist sicher sehr warm, außerdem müssen alle Beteiligten dann noch gefällig dreinschauen und die ständig wechselnden Lichtverhältnisse tragen ihr übriges dazu bei, dem armen Mann seinen Job schwer zu machen. Da braucht dann nicht noch so ein dicker Deutscher durchs Bild zu laufen. Also gehe ich einen anderen weg zur Kirche um dort einen Blick drauf zu werfen. Wird schon nicht viel los… WTF!

Als ich an der Kirche ankomme sehe ich direkt vier Brautpaare nebst Fotograf, nebst Assistentinnen dort ihre Arbeit verrichten. Das Paar im Wald war, wie sich nun zeigt, nur der Vorgeschmack auf das was dort kommen mag.

Ich sende meiner Freundin eine Nachricht, ob heute vielleicht irgendein „Special Day“ ist, oder warum hier so viele Brautpaare am Start sind.

Sie schickt mir lachend eine Antwort „wir sind in China, so many people here!“. Ja, da hast du recht, Schatz! Ich werde noch weiteren 5 Brautpaaren begegnen, bis ich mich schließlich auf den Weg am See entlang in Richtung Norden mache.

Während ich dort entlang lustwandele, werde ich auf lautes Getöse aufmerksam. Neugierig wie ich bin, folge ich dem Geräusch, anstatt wie es sich geziemt die Flucht zu ergreifen. Wenige Sekunden später erblicke ich den siebten Höllenkreis eines jeden Allergikers in Form einer ganzen Kompanie Stadtarbeiter die in einem Zug einen Bereich von gut und gerne 1000qm mit Motorsense, Rechen, Laubbläser und allerlei Werkzeug bearbeiten. In Deutschland habe ich immer Probleme mit Heuschnupfen, aber hier in China merke ich absolut nichts.

Die Hitze und das bedeckte Wetter tun ihr Übriges, dass ich nach drei Stunden fertig bin und mich langsam auf den Rückweg mache. Auch fällt mir auf, dass ich seit dem Apfel zum Frühstück nichts mehr gegessen habe.

Da die Speisekarte in Restaurants für mich noch immer etwas zu hoch zum lesen ist, suche ich mir einen Family Mart in der Nähe und hole mir dort etwas Kühles zum Trinken, sowie etwas, was ähnlich aussieht wie eine Mohnschnecke nur ohne Mohn zum Essen.

Die Schnecke ist total lecker und mit einer Art Quarkpudding und Rosinen gefüllt. Vor allem nicht zu süß, das passt mir ganz gut.

Anschließend nehme ich den Bus zurück zu meinem Ausgangspunkt, gehe noch eine Runde durch den angrenzenden Park und kehre schließlich völlig durchgeschwitzt ins Apartment zurück.

Dort angekommen wartet erst einmal eine lange Dusche auf mich, anschließend mache ich mich auf den Weg Joan von der Arbeit abzuholen.

Heute Abend kochen wir zu Hause Dumplings aus dem Tiefkühler und danach essen wir eine Ananas, die in dem Care Paket von Joans Schwester war, während wir gemütlich einen Film schauen.

Return to China – Tag 2 (24.04.19)

Joan steht heute Morgen früh auf, um zur Arbeit zu gehen. Mir hängt der Flug noch ziemlich nach (nie wieder mittags nach China fliegen!), sodass ich noch ein wenig im Bett bleibe.

Gegen 10 starte ich dann mit der Tagesroutine, Wäsche waschen, ein wenig Ordnung machen, Tagebuch schreiben, Chinesisch lernen und eine Kleinigkeit frühstücken. Ich esse einen Apfel und noch etwas von dem Knäckebrot, was ich zu einem unchristlichen Preis am Frankfurter Flughafen erstanden habe.

Ich schnappe mir die XD7 und lade einen Silbersalz 250 Iso Tageslicht Film und mache mich gegen 14:00 Uhr auf den Weg, die Stadt ein wenig zu erkunden. Ich wandere durch einen Park nahe einem der unzähligen Kanäle Suzhous und mache ein paar Bilder. Später gehe ich zu einem größeren Supermarkt, gerade rechtzeitig als ein etwas stärkerer Regen einsetzt. Nach dem Regen ist vor dem Regen, also gehe ich zuerst einmal zurück nach Hause, kühle mich kurz bei eingeschalteter Klimaanlage ab und hole einen Regenschirm, dann ist auch schon Zeit, meine Freundin von der Arbeit abzuholen.

Knappe 15 Minuten Fußweg später stehe ich vor der Schule wo Joan arbeitet.

Da wir erst einmal was Essen wollen, gehen wir zu einem Restaurant in einem anderen Einkaufszentrum. Auf dem Weg dorthin begegnen wir noch einigen ihrer Schüler, welche allesamt sehr höflich grüßen und einen neugierigen Blick auf dem Fremden an ihrer Seite werfen. Morgen wird sicher in der Schule etwas getuschelt werden. 😀

Das Essen ist vorzüglich, wir haben Hähnchen süß – sauer, Hähnchenfleisch mit Knoblauch und Paprika in einer leckeren Sauce, dazu noch etwas Gemüse mit Tofu und zur Krönung das leckere Stinky Tofu.

Gemüse mit Tofustückchen und ordentlich Knoblauch.

Dieses Stinky Tofu sieht aus wie normaler Tofu, nur das es stinkt. Es riecht nach einer Mischung aus Käsefüßen und vergammeltem Käse, schmeckt aber vorzüglich.

Wir schaffen gar nicht alles aufzuessen. Die Augen waren größer als der Magen. Das mag auch an der Hitze liegen.

Wir gehen anschließend noch in einen großen Supermarkt. Dieser ist wie die deutsche Metro oder Cash&Carry Märkte aufgebaut. In China muss man allerdings kein Gewerbe angemeldet haben, sondern nur Clubmitglied sein. In dem Laden stehen überall Probierstände wo fleißig verteilt wird. Wir kaufen ein paar Dumplings für morgen und ich nehme mir noch Szechuan Pfeffer, Chili und Sternanis mit.

Außerdem noch eine rote Chilipaste, welche aussieht wie Sambal Olek in böse. Ich werde berichten.

LaoGanMa

Einfach nur lecker. Es sind geröstete Chilis in Öl mit kleinen schwarzen Bohnen. Einfach toll zum Würzen, oder einfach nur auf dem Brot! Gibt’s für nen schmalen Taler auch bei Amazon!

Anschließend geht es mit dem Taxi nach Hause. Wir wollen uns noch einen Film ansehen, aber meine Freundin muss auch noch ein paar Telefonate führen und zack ist es halb 11 abends. Schnell duschen und ins Bett. Morgen will ich sie auf dem Weg zur Arbeit begleiten und anschließend ein paar Bilder machen gehen. Das Wetter soll besser werden…

Return to China – Tag 1.2 (23.04.19)

Nach der Landung trifft mich erst einmal der Schlag in Form des Shanghai Klimas. Von wegen das Wetter ist dort wie bei uns… Es ist mit gefühlt 110% Luftfeuchte quasi tropisch. Trotzdem gehe ich entspannt an die Einreiseformalitäten, ich habe Urlaub! Ein netter Steward hat auf dem Flug bereits die Einreisekarten ausgeteilt, sodass ich mir das Ausfüllen am Flughafen sparen kann.

Es hat sich am „Foreigner People“ Schalter bereits eine lange Schlange gebildet, trotzdem geht es gewohnt zügig vorwärts. Wer einmal zum Spring Festival eingereist ist, hat sowieso schon alles erlebt und entsprechend abgehärtet fühle ich mich sehr sicher.

Auch werde ich nicht aufgefordert, mein Gepäck zu scannen, was mich in Anbetracht dessen, dass ich eine halbe Apotheke für die Schwester meiner Freundin dabeihabe, zusätzlich entspannt.

Auf dem Weg zur U-Bahn fällt mir wieder ein, dass ich dringend auf die Toilette muss. Das eigentlich schon seit zwei Stunden vor der Landung. Allerdings weiß ich nicht wohin mit dem Gepäck und halte es dann erst einmal ein. Im Highspeed Train, so denke ich mir, da wird sich schon eine Gelegenheit finden.

Kaum stehe ich am Bahnsteig, kommt auch schon eine U-Bahn und los geht es. Wichtig ist, bei Guanglan Road umzusteigen, da der Zug von da wieder zurück zum Flughafen fährt. Siehe 1. Reise.

An der dritten Station bleibt der Zug dann einfach stehen und die Richtungspfeile ändern sich. Jetzt weiß ich zwar, dass an einem bestimmten Wochentag der Zug nur bis zu einer anderen Station fährt, doch leider war ich auf der Fahrt so mit meinem Handy beschäftigt, dass ich nicht weiß wo ich bin, noch weiß ich ob dieser Tag vielleicht zufällig heute ist.
Nach mehreren Minuten steige ich schließlich aus und der Zug fährt ohne mich weiter…

Wenig später kommt dafür schon der nächste, welcher mich dann ohne Umsteigen direkt zur Hongqiao Railway Station bringt. Erwähnenswert wäre noch, das der Zug immer wieder spontan mitten auf der Strecke anhalten muss. Anscheinend gibt es Stau. Ich erwähne hier noch einmal meine übervolle Blase und die Tatsache, dass ich seit 20h auf den Beinen bin.

In der Hongqiao Railway Station angekommen beginne ich die Suche nach dem Ticketschalter. Ich frage mich auf Englisch durch, da ich nach wie vor noch Hemmungen habe chinesisch zu sprechen. Es klappt alles wie am Schnürchen und als ich eine Toilette sehe, kenne ich kein Halten mehr. Mit dem Rucksack auf dem Rücken und dem Koffer an der Hand gehe ich halt ins Pissoir. Es gibt Momente im Leben, da geht es einfach nicht anders, da muss man halt den Koffer über den urinfeuchten Boden ziehen, da einem das Wasser buchstäblich bis zum Halse steht.

Hongqiao Railway Station

Die Reise mit dem Zug verläuft soweit problemlos. Als wir kurz vor Suzhou in der Schlange an der Tür anstehen, fängt mein ehemaliger Sitznachbar ganz unverhohlen das Popeln an. Mit seinem Gesicht genau über meinem Koffer. Da ich keine Lust auf seine „Ausbeute“ auf meinem Gepäck habe, ziehe ich den Koffer näher an mich heran. Der Typ rückt auf. Ich mache einen Schritt und ziehe den Koffer hinter mir her. Mit zwei trippelnden Schritten hängt „die Nase“ wieder gefährlich nahe an meinem geliebten Gepäckstück. Dann kommt der Moment wo es nicht weiter nach vorne geht und gleichzeitig mein Freund „auf Gold“ gestoßen ist. Glücklicherweise findet es seinen Weg am Koffer vorbei auf den Boden, puh!

In Suzhou angekommen, mittlerweile hab ich schon knappe 24 schlaflose Stunden auf dem Tacho, suche ich mir ein Taxi und versuche dem Fahrer die Straße mitzuteilen. Glücklicherweise ruft dann meine Freundin an und ich brauche ihm nur das Handy hinzuhalten. Sie ist einfach die Beste!
Danke Schatz!

Die Fahrt verläuft ruhig und ich bin einfach nur glücklich wieder in China zu sein. Meine Freundin wird nach Feierabend ins Apartment kommen und wir werden lecker Essen gehen. Das Leben ist schön!

Zurück in der Realität zerre ich meinen Koffer durch das Wohngebiet auf dem Weg zum Apartment. Es ist ein älteres Viertel (Eton Town), und wenn ich mich damit nicht zu weit aus dem Fenster lehne, im Kolonialstil gehalten. Aber wie gewohnt ist alles sehr, sehr sauber. Die Flure, soviel weiß ich spätestens seit Beijing, sagen rein gar nichts über die Qualität der Wohnung aus. Also bleibe ich gespannt, bis ich die Tür schließlich öffne.

Der Vermieter ist ein wirklich netter Mensch und war direkt einverstanden, mich auch 2h früher einchecken zu lassen. Hat bereits heißes Wasser – in China ist heißes Wasser für alles gut! – bereiten lassen und die Fenster sind offen. Das Apartment ist blitzsauber! Mir ist jedoch erst einmal alles egal, ich will eine Dusche und dann ins Bett.

Ich stecke noch den Kühlschrank ein und dann heißt es für 3h gute Nacht.

Als ich wieder zu mir komme ist es immer noch schwül und heiß. Ich wundere mich, dass die Wohnung über keine Klimaanlage, wohl aber über Fußbodenheizung zu verfügen scheint. Schließlich entdecke ich die zentrale Klimaanlage und verwandele das Apartment kurzerhand in einen Eisschrank.

Heizung ist in Suzhou keine Selbstverständlichkeit! Unser Apartment ist wirklich mit allem ausgestattet und zudem nicht einmal teuer!

Kurz darauf kommt auch schon meine Freundin von der Arbeit.
Ursprünglich wollten wir mit einer Tante von ihr essen gehen, doch diese ist derzeit zu beschäftigt, sodass wir beschließen das gleiche Restaurant wie bei unserem letzten Abend in Suzhou aufzusuchen.

Zuvor allerdings ist für mich noch ein neuer Haarschnitt (über)fällig. Da die Preisgestaltung in China auch vom Nasenfaktor abhängt, muss ich versteckt vor dem Geschäft warten. Joan fragt drinnen nach dem Preis und macht alles klar. Dann, tada! tritt der Ausländer auf den Plan, aber der Preis ist bereits fix.

Mit 2x Haare waschen, schneiden und legen zahlen wir 10 RMB, umgerechnet 1,30€. Heute war ein Angebotstag, Glück gehabt.

Wir essen Pidan, Reis, Shrimps und ein Gemüse was mich an Fenchel oder Sellerie erinnert. Lecker!

Auf dem Rückweg holen wir noch ein Paket, was ihre Schwester uns aus Dankbarkeit für die Medizin und Milch zu ihr auf die Arbeit geschickt hat, ab. Anschließend zum Apartment meiner Freundin, den Koffer und noch einige Utensilien holen, dann zurück zu unserem Apartment. Feststellen, dass das Tofu fehlt, nochmal zurück zur Schule, Tofu suchen, und schließlich zurück nach Hause, duschen und ins Bett.